Die Geschichte von Friedenau

Geschichte des Ortsteils Friedenau

Der Ortsteil Friedenau ist zentral gelegen und wird unter anderem von der Hauptstraße und der sich anschließenden Rheinstraße als Einkaufsmeile geprägt. Zugleich haben die vielen kleinen und teilweise engen Wohnstraßen mit ihren Vorgärten und zahlreichen Straßen-bäumen sowie den alten Häusern mit einer vergleichsweise hohen Baudenkmaldichte einen besonderen Charakter. Eine Besonderheit des Ortsteils liegt in der seinerzeitigen Planung mit einer hufeisenförmigen Aufteilung der Straßen. Der Ortsteil ist einer der flächenmäßig kleinsten und der am dichtesten besiedelte unter den 96 Ortsteilen Berlins.

Friedenau stellt mit seiner Lage zwischen der Grenze zu Wilmersdorf und Schöneberg im Norden und der Steglitzer Schloßstraße sowie dem Einzugsgebiet von Dahlem im Süden ein Bindeglied zwischen diesen insgesamt bürgerlich geprägten Ortsteilen dar. Dem Ortsteil Friedenau werden auch weiter östlich gelegene Gebiete zugeordnet, obwohl sie amtlich nicht auf Friedenauer Gelände liegen, sondern auf dem Gebiet des Ortsteils Schöneberg. Dazu zählen der S-Bahnhof Friedenau, die Ceciliengärten und die Umgebung der Rubensstraße bis zum Grazer Damm, das Malerviertel und das Auguste-Viktoria-Krankenhaus. Die dort im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts errichteten Wohnanlagen werden als Neu-Friedenau bezeichnet.

Einige Friedenauer Straßen wurden nach Flüssen in Elsass-Lothringen umbenannt, was dem Grundgedanken der Namensgebung von Friedenau zur Erinnerung an den im Jahr seiner Gründung geschlossenen Frankfurter Frieden Ausdruck verleihen sollte. Die Mehrzahl der Gebäude in Friedenau stammt vom Beginn des 20. Jahrhunderts. Dadurch hat der Ortsteil einen fast einheitlichen Baubestand. 185 Objekte stehen unter Denkmalschutz und verleihen Friedenau ein besonderes Flair. Friedenau blieb im Zweiten Weltkrieg nicht von den Luftangriffen der Alliierten verschont, die an verschiedenen Stellen Lücken in das Stadtbild rissen. Diese sind aber mittlerweile fast vollständig von Neubauten ausgefüllt und nur noch vereinzelt sind Baulücken zu finden. Die Neubauten sind im sonst sehr homogenen Stadtbild teilweise Fremdkörper, weil beim Wiederaufbau nach dem Krieg auf denkmalpflegerische Aspekte wenig Rücksicht genommen wurde.

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Neugründung

Anders als zahlreiche andere Berliner Ortsteile geht Friedenau nicht auf einen historischen Dorfkern zurück, sondern wurde in Wilhelminischer Zeit neu gegründet. Wenige Monate nach der Beendigung des Deutsch-Französischen Kriegs im Jahr 1871 trat infolge des Zuzugs von über 50.000 Menschen eine so empfindliche Wohnungsnot im alten Kerngebiet Berlins ein, dass die Bautätigkeit bald auf den weiteren Umkreis der Hauptstadt übergriff. Der im Juli 1871 ins Leben gerufene Landerwerb- und Bauverein auf Aktien gründete den Villenvorort und erwarb zwischen 1871 und 1875 insgesamt 550 Morgen Land des Ritterguts Deutsch-Wilmersdorf mit der Absicht, preiswerte und zweckmäßige Wohnstätten zu schaffen. Der Name Friedenau, der auf das Ende des Deutsch-Französischen Kriegs hinweist, stammt von Hedwig Hähnel, der Frau des Baumeisters Hermann Hähnel.

Ursprünglich wurde Friedenau von dem Hamburger Kaufmann und Großgrundbesitzer Johann Anton Wilhelm von Carstenn als Villenvorort englischen Stils konzipiert. Er erwarb 1865 das Gebiet, und die Planer nutzten die Situation, um eine Landhauskolonie am Reißbrett zu entwerfen, was sich an dem symmetrisch gestalteten Straßennetz gut erkennen lässt. Die geografische Nähe zur Stammbahn sowie der parallel verlaufenden Wannseebahn und die Einbeziehung der damaligen Berlin-Potsdamer Chaussee, der Reichsstraße 1. die das Berliner Stadtschloss mit Potsdam verband, war für die Gründung der Landgemeinde Friedenau ausschlaggebend.

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Bebauungsplan

Der Bebauungsplan von Johannes Otzen aus der Zeit nach Gründung des Landerwerb- und Bauvereins sah um 1871/1872 vor, dass sich die Grundbesitzer dazu verpflichten mussten, keine Mietshäuser, sondern nur Stadtvillen zu errichten. Einige der aus der Gründungszeit stammenden Landhäuser und Villen sind noch in der Niedstraße, in der Albestraße und in der Handjerystraße erhalten. Es handelte sich um bescheidene, meist eingeschossige Häuser mit Kellern und ausgebauten Dachgeschossen sowie sehr kleinen Gärten. Seinerzeit stritten sich die Bauherren darum, ob die Häuser verputzt oder als Ziegelrohbau errichtet werden sollten. Der Volksmund sprach von den Rohbauern, die die Ziegelbauweise bevorzugten, im Gegensatz zu den Putzbauern, die, insbesondere im Bereich westlich der Kaisereiche ihre Häuser verputzen ließen.

Aufgrund des Wohnraummangels in Berlin wurde 1887 eine neue Bauordnung von der preußischen Regierung erlassen. Viele der Villen wurden abgerissen und stattdessen Mietshäuser mit bis zu fünf Etagen errichtet. 1892 folgte eine weitere Bauordnung, die im alten Teil Friedenaus die Höhe der Gebäude auf vier Etagen einschließlich Erdgeschoss beschränkte. Der Bauunternehmer Georg Haberland hatte im nördlichen Teil Friedenaus großen Einfluss auf die Bauplanung für die damals noch freien Flächen. Als weitsichtiger Terrainentwickler plante er den Südwestkorso und das Wagnerviertel, dem der Sportpark Friedenau mit seiner Radrennbahn weichen musste. Nach der Jahrhundertwende wuchs die Bevölkerungszahl der Gemeinde an. Die Friedenauer Grundstücke wurden bis 1914 nahezu vollständig bebaut. Es wurden für die damalige Zeit gut ausgestattete Mietshäuser mit Vorgärten, Personenaufzügen und verhältnismäßig großen Wohnungen errichtet. Die von anderen Teilen Berlins bekannten Mietskasernen mit mehreren Hinterhöfen sind in Friedenau nicht zu finden.

Typisch für die großzügigen Wohnungen aus dieser Zeit ist das sogenannte Berliner Zimmer, ein Eck-Durchgangszimmer mit einem relativ schmalen Fenster, das die Räume im Vorderhaus mit den Räumen der Seitenflügel verbindet. Weitere Merkmale dieser Wohnungen sind die Dienstmädchenkammer, ein eigener Dienstbotenaufgang vom Hof zur Küche und eine Zimmerrufanlage. Mit dieser Klingelanlage konnte das Dienstmädchen in jeden Raum gerufen werden, ein Signalklappenkasten war im vorderen Flur angebracht.

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Anfang des 20. Jahrhunderts

Die Landgemeinde Friedenau erwarb 1909 ein Grundstück nahe dem Südwestkirchhof Stahnsdorf. Das benachbarte Wilmersdorf hatte angekündigt, künftig keine Bestattungen mehr für Friedenau zu übernehmen. Der von Hans Altmann angelegte Friedhof der Gemeinde Friedenau sollte den überbelegten Friedhof an der Stubenrauchstraße ablösen. Die erste Beisetzung fand im August 1913 statt. Friedenau erlebte in dieser Zeit einen Aufschwung, und es entstanden zahlreiche öffentliche Bauten, so auch das zwischen 1913 und 1916 errichtete imposante Gebäude des ehemaligen Kaiserlichen Postamtes I. Klasse des Architekten Ludwig Meyer am ehemaligen Wilmersdorfer Platz, das 1918 eröffnet wurde sowie das am Breslauer Platz errichtete Rathaus Friedenau. Grundsteinlegung für das von dem Architekten Hans Altmann entworfene Gebäude erfolgte am 13. Oktober 1913, im Kriegsjahr 1916 wurde es fertiggestellt und offiziell 1917 eröffnet. Der historistische Baustil greift vor allem Elemente aus dem Neobarock auf. Das Rathaus wurde für die Verwaltungsaufgaben der damals selbstständigen Landhauskolonie Friedenau erbaut. Der Bau wurde erforderlich, weil aufgrund der im Jahr 1892 erlassenen Bauordnung die Bevölkerungszahl Friedenaus erheblich anstieg. Die daraus resultierenden kommunalen Aufgaben konnten vom neuen das neue Rathaus nunmehr direkt erledigt werden.

Bei der Planung des Rathauses wurde in der Lauterstraße die damals neue Friedenauer Feuerwache vorgesehen. Bis heute sind die Zufahrten der Löschfahrzeuge noch vorhanden. Der Fassadenschmuck an ihren Bögen besteht aus vier Halbreliefs, die Motive aus dem Feuerwehralltag zeigen. Die Feuerwache ist heute nicht mehr in Betrieb. Mit der Bildung der Einheitsgemeinde Groß-Berlin 1920 verlor Friedenau seine kommunale Selbstständigkeit und gehörte fortan zum Bezirk Schöneberg. Das Rathaus diente nunmehr Verwaltungszwecken innerhalb des neuen Bezirksamtes.

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Wirtschaft und Industrie

Zu Gründungszeiten ließen sich entlang der Grenze zu Steglitz in der Bornstraße und den benachbarten Nebenstraßen einige Fuhrunternehmen und Speditionen nieder. Darunter befanden sich große Unternehmen wie das Bahnamtliche Rollfuhrunternehmen für Wilmersdorf-Friedenau, die Friedenauer Gepäckfahrt Kopania & Co. und das Fuhrgeschäft der Witwe Pählchen. Das wirtschaftliche Umfeld dieser Zeit stellte sich auch von den zwischen den S-Bahnhöfen Innsbrucker Platz und Bundesplatz gelegenen Güterbahnhof ein.

Mit der Anbindung an den Schienenverkehr Ende des 19. Jahrhunderts entstanden kleine und mittlere Industriebetriebe, insbesondere im Bereich der Rheinstraße und der Bundesallee. Schwerpunkte der Industrialisierung Friedenaus waren die Bereiche Optik und Feinmechanik. Hierbei wurden verschiedene Traditionsunternehmen gegründet, von denen einige ihren angestammten Sitz in Friedenau behalten haben. Die Optische Werkstätte Paul Wächter erlangte ab 1872 in der Albestraße und der Niedstraße mit der Spezialisierung auf Mikroskope einen weltweiten Ruf. Die Schraubstollenfabrik der Gebrüder Dähne belieferte ab 1873 von der Ringstraße aus das preußische Heer mit Hufeisen für die Beschlagung der Militärpferde.

Der Uhrmacher und Juwelier Hans Lorenz gründete 1874 in der Rheinstraße 59 sein traditionsreiches Geschäft, das dort noch immer betrieben wird, inzwischen in der fünften Generation. Eine patentierte und prämierte Präzisionsuhr aus den 1920er Jahren überstand im Luftschutzkeller des Juweliers die Bombenangriffe des Zweiten Weltkriegs. Wegen der Ganggenauigkeit dieser Uhr wurde 1946 eine Direktleitung zwischen der Rheinstraße und dem in der Kufsteiner Straße in Schöneberg ansässigen Sender RIAS verlegt, um die Zeitansage für die Sendungen, insbesondere den Beginn der Nachrichten, zu steuern.

Die Optische Anstalt C. P. Goerz befand sich seit 1886 in der Rheinstraße 45/46. Goerz war für seine beispielhaften freiwilligen sozialen Leistungen an seine Arbeiter und Angestellten bekannt. Dort wurden Fotoapparate, Objektive und Fernrohre gefertigt. Die Backsteingebäude des weitläufigen Gewerbehofs mit dem weit aufragenden Fabrikschornstein entstanden im Stil der nachempfundenen Renaissance und Gotik in mehreren Bauabschnitten zwischen 1897 und 1916 von den Architekten Paul Egeling, Waldemar Wendt, Emil Schmidt, Albert Paeseler und P. Mitnacht.

Im Jahr 1926 wurde die Optische Anstalt C. P. Goerz Teil der Zeiss Ikon AG, die in der Rheinstraße optische Präzisionsgeräte herstellte. Von 1908 bis 1918 waren in der Holsteinischen Straße 42 die photochemischen Goerz Werke ansässig. Im zweiten großen Hof, Eingang Rheinstraße, befindet sich ein großes Umlenkrad von einem Lastenaufzug als Industriedenkmal. Eine große, mit Stahlblech verkleidete und überdachte Bühne auf einem Gebäude im hinteren Teil des Gewerbehofs hatte den Goerz-Werken gedient. Heute sind auf dem Grundstück verschiedene Gewerbebetriebe und Büros angesiedelt. Der Mechaniker Paul Stückrath versorgte ab 1887 von der Albestraße aus seine Kunden mit Präzisionswaagen, darunter automatische Münzwaagen für deutsche Bankhäuser und Geräte zur Erdbebenmessung für Seismologen.

Carl Bambergs Werkstätten für Präzisions-Mechanik und Optik wurden 1888 in der Kaiserallee gegründet und nach dem Tod Bambergs 1892 von seiner Frau Emma weitergeführt. Die Firma baute Geräte der Wärmetechnik und fusionierte 1921 mit der Centralwerkstatt Dessau in der heutigen Bundesallee, einem Tochterunternehmen der Deutschen Continental Gasgesellschaft unter dem Namen Askania Werke Aktiengesellschaft. In der Stubenrauchstraße  steht das gut erhaltene Haus, in dem das Bamberg’sche Labor untergebracht war. Das Grundstück Bundesallee, ursprünglich von den Askania-Werken ausgebaut, ist heute, wie die Goerz’schen Höfe in der Rheinstraße ein großer Gewerbehof. Loewe-Opta legte 1923 in der Niedstraße mit der Gründung der Loewe-Audion GmbH zur Herstellung der Elektronenröhren den Grundstein für die Fernsehtechnik.

Die Friedrich-Bergius-Schule ist eine integrierte Sekundarschule. Namensgeber ist der Chemiker Friedrich Bergius. Der repräsentative und historisierende Bau weist sowohl Anklänge an die beginnende Moderne wie auch Reminiszenzen an die Renaissance auf und ist reich mit Skulpturen versehen. Die Schule ist die älteste Lehranstalt Friedenaus und wird als Denkmal geführt.

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Friedenau Anfang der 2000er

An vielen Stellen strahlt der Berliner Ortsteil den Charme einer längst vergangenen Epoche aus: Wunderschöne Häuser aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert, viele liebevoll bepflanzte Vorgärten und kleine, inhabergeführte Geschäfte prägen das Straßenbild. Immer mehr junge Familien wissen den idyllischen Kiez zwischen Bundesplatz und Walther-Schreiber-Platz zu schätzen und doch bleibt alles ganz unaufgeregt. Der ehemalige Kaiser-Platz, heute Bundesplatz, wurde 1875 als Straßburger Platz angelegt. Am 16. März 1888 wurde er nach dem eine Woche zuvor verstorbenen Kaiser Wilhelm I. in Kaiserplatz umbenannt. Im Jahr 1909 ließ die Gemeindeverwaltung die Mittelfläche des Platzes parkähnlich mit Springbrunnen und Beeten gestalten. Die aus Kunststein geschlagene Statue Die Winzerin wurde 1910 aufgestellt. Sie ist nach neuesten Forschungen die Kopie eines Werkes von Friedrich Drake aus dem Jahr 1834.

Auf einem herbstlichen Spaziergang rund um den Friedrich-Wilhelm-Platz, dem als klassischer Anger konzipierten geografischen Zentrums Friedenaus, fallen dem Besucher zunächst die an vielen Stellen liebevoll restaurierten Altbauten ins Auge, die noch immer den Geist der Jahrhundertwende heraufbeschwören.

Über 100 Jahre alte Berliner Mietshäuser gibt es hier ebenso zu bewundern wie die klassischen Vorgarteneinfriedungen, die aus vielen anderen Stadtteilen nahezu vollständig verschwunden sind, oder herrschaftlich anmutende Landhäuser. Zwischen den oftmals unter Denkmalschutz stehenden Gebäudeensembles prägen viel Grün, gepflegte Kinderspielplätze und städtebaulich reizvolle Plätze das Bild. Der Perelsplatz, der Renée-Sintenis-Platz und der Schillerplatz wurden 1871 rund um den Friedrich-Wilhelm-Platz angeordnet. Heute ist die Straßenstruktur, die man auch rund um den Prager Platz am oberen Ende der Bundesallee findet, als sogenannte Carstenn-Figur bekannt. In den 20er Jahren etablierte sich der noch junge Ortsteil Friedenau als Künstlerviertel. Schriftsteller wie Erich Kästner oder Kurt Tucholsky und der Maler Karl Schmidt-Rottluff fühlten sich hier ebenso wohl wie seinerzeit bekannte Musiker: In der Stubenrauchstraße gründeten sich zur Jahreswende 1927/1928 die Comedian Harmonists. Heute beherbergt Friedenau scheinbar noch immer ein großes kreatives Potenzial. An vielen Stellen im Kiez finden sich Galerien, Ateliers und Werkstätten. Auch kleine Buchhandlungen wie Der Zauberberg oder die Nicolaische Buchhandlung sprechen das Friedenauer Publikum mit einer ausgewählten, nicht von den großen Ketten diktierten Literaturauswahl an

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Fotosammlung Friedenau

Friedrich-Wilhelm-Platz

Friedrich-Wilhelm-Platz,
Friedrich-Wilhelm-Platz, (2006)
BishkekRocks CC BY-SA 3.0

Der Friedrich-Wilhelm-Platz wurde nach dem Deutschen Kaiser Friedrich III. benannt., der als preußischer Kronprinz zur Zeit der Platzbenennung die Vornamen Friedrich Wilhelm führte. Der Platz bildet das topografische Zentrum der geometrischen Straßenplanung Carstenns und damit den Mittelpunkt Friedenaus, um den sich das symmetrische Straßennetz des Ortsteils erstreckt. Die Hauptverkehrsachse bildet in Nord-Süd-Richtung die Bundesallee, die von 1874 bis 1888 Kaiser-Straße und danach bis 1950 Kaiserallee hieß. Der Platz entstand um 1870 nach Plänen von Johann Anton Wilhelm von Carstenn und Johannes Otzen als Platzerweiterung an der damaligen Kaiserstraße. Im Jahr 1887 wurde er gärtnerisch gestaltet.

Die auf dem Platz anlässlich des 410. Geburtstags von Martin Luther im November 1893 im neugotischen Stil von der Deutschen Kaiserin Auguste Viktoria eingeweihte evangelische Kirche Zum Guten Hirten des Architekten Karl Doflein ist als Landmarke von Weitem gut sichtbar. Die Grundsteinlegung erfolgte am 22. Oktober 1891. Nach der Beendigung des Deutsch-Französischen Kriegs im Jahr 1871 griff die Bautätigkeit auf den Umkreis Berlins über.. Kirchlich gehörten die Friedenauer zur Dorfkirche Wilmersdorf, der Vorgängerin der heutigen Auenkirche. Da sich sowohl Wilmersdorf als auch Friedenau ausdehnten und den Friedenauern der Weg zur Wilmersdorfer Dorfkirche zu weit war, feierten sie in einer Gastwirtschaft in der Rheinstraße eigene Andachten und Gottesdienste.

Breslauer Platz

Rathaus Friedenau
Rathaus Friedenau (2006), Axel Mauruszat

Der Breslauer Platz nannte sich zunächst Schulplatz oder Marktplatz. Von 1875 bis 1964 hieß er dann Lauterplatz, benannt nach der Lauter, einem linken Nebenfluss des Rheins. Die Grundstein für das am Platz gelegene und von Hans Altmann im späthistoristischen Stil entworfene Rathaus der früheren eigenständigen Gemeinde Friedenau wurde im Oktober 1913 gelegt. Im Kriegsjahr 1916 wurde der Bau fertiggestellt. Der Platz wurde im Oktober 1964 nach Breslau, der Hauptstadt Niederschlesiens benannt. Auf dem in dreieckiger Form konzipierten Platz findet seit 1881 wöchentlich an drei Tagen, mittwochs, donnerstags und sonnabends ein Wochenmarkt statt. Direkt auf dem Platz befindet sich ein 1929 nach Entwürfen des Architekten Heinrich Lassen als Bedürfnisanstalt mit angebautem Wartehäuschen errichteter Kiosk, der unter Denkmalschutz steht.

Renée-Sintenis-Platz

Postamt 240
Postamt 240 (2013)
JunkerPet CC BY-SA 3.0

Der Renée-Sintenis-Platz ist der südöstliche von vier Plätzen, die die Eckpunkte der Carstenn-Figur bilden. Der erste Name von 1872 bis 1967 war Wilmersdorfer Platz. Am Platz steht das imposante Gebäude des ehemaligen Kaiserlichen Postamtes I. Klasse von Ludwig Meyer, das im Oktober 1918 auf der Grundfläche des ursprünglich hier geplanten Rathauses Friedenau eröffnet wurde. Das Gebiet rund um den Platz stellt das älteste Baugebiet Friedenaus dar.

Literaturmeile

Landhaus Niedstraße
Landhaus Niedstraße (2007)
Emmridet CC BY-SA 3.0

Der erste Name der Niedstraße war von 1872 bis 1875 Querstraße III. Weil sich in dieser Straße viele Schriftsteller niedergelassen hatten, wird die Straße auch als Literaturmeile bezeichnet. So wohnte Literaturnobelpreisträger Günter Grass in der Niedstraße 13, der Schriftsteller Uwe Johnson und der Maler Karl Schmidt-Rottluff lebten und wirkten ebenfalls in der Niedstraße. 

Rheinstraße

Kaisereiche
Kaisereiche (2006)
BishkekRocks CC BY-SA 3.0

Die Rheinstraße hat eine Länge von rund einem Kilometer und stellt als Ein- und Ausfallstraße die Verbindung zwischen der Innenstadt und den südwestlichen Bezirken Berlins her. Der Teil der ehemaligen Provinzialchaussee Berlin–Potsdam wurde 1875 wegen der Verbindung zwischen Berlin und dem Rhein umbenannt. Die Straße war Teil der seinerzeitigen Reichsstraße Nr. 1 und später der Bundesstraße 1. Südlich vom Breslauer Platz steht die Kaisereiche. Sie verdankt ihren Namen einer Eiche, die im März 1879 zu Ehren von Kaiser Wilhelm I. anlässlich der Goldenen Hochzeit mit seiner Frau Augusta sowie seines 82. Geburtstags gepflanzt wurde. Die Eiche musste im November 1883 ersetzt werden, weil der ursprünglich gepflanzte Baum aus Protest gegen die seinerzeitigen Sozialistengesetze des Reichskanzlers Bismarck stark beschädigt wurde. Ehemals war der Platz ein Rondell Von der Kaisereiche führt die Rheinstraße weiter bis zum Walther-Schreiber-Platz.

Goerz'schen Höfe

Goerz-Höfe
Goerz-Höfe (2011)
TillF CC BY-SA 3.0

In der Rheinstraße befinden sich die Goerz'schen Höfe, das Firmengelände der dort ab 1897 ansässigen Optischen Anstalt C. P. Goerz. Die Backsteingebäude des weitläufigen Gewerbehofs mit dem weit aufragenden Fabrikschornstein entstanden im Stil der nach empfundenen Renaissance und Gotik in mehreren Bauabschnitten zwischen 1897 und 1916. Im Jahr 1926 wurde die Optische Anstalt C. P. Goerz Teil der Zeiss Ikon AG, die im Werk Rheinstraße optische Präzisionsgeräte herstellte. Im zweiten Hof mit dem Eingang an der Rheinstraße befindet sich ein großes Umlenkrad von einem Lastenaufzug als Industrie-Denkmal.

Walther-Schreiber-Platz

Walther-Schreiber-Platz
Walther-Schreiber-Platz (2012)
Muns CC BY 3.0

Der Walther-Schreiber-Platz ist ein innerstädtischer Berliner Verkehrs-Knotenpunkt und bildet das südliche Ende des Ortsteils Friedenau zu Steglitz. Er setzt sich als Schloßstraße fort. Die Grenze der beiden Ortsteile verläuft in Verlängerung der Bornstraße. Der Platz ist nach dem Berliner CDU-Politiker Walther Schreiber benannt. Seit 1951 war er Nachfolger von Ernst Reuter als Regierender Bürgermeister. Noch heute wird der Platz, wie auch vor der amtlichen Namensgebung von den Anwohnern als Rheineck bezeichnet.

Schloßstraße

Schloßstraße
Schloßstraße (2010)
Emmridet CC BY-SA 3.0

Die Schloßstraße ist Teil der alten Straßenverbindung von Berlin nach Potsdam und Brandenburg an der Havel. Ende des 18. Jahrhunderts war sie die erste gepflasterte Straße Preußens. Mit dem raschen Wachstum der Gemeinde Steglitz in der wilhelminischen Epoche wurde die Schloßstraße um 1900 zu einer modernen städtischen Hauptstraße ausgebaut. Der Name Schloßstraße wurde im April 1871 von der Gemeinde-Verordneten-Versammlung der damals selbstständigen Gemeinde Steglitz beschlossen. Er verweist auf das am Ende der einstigen Dorfaue befindliche Steglitzer Schloss.

Schloss-Straßen-Center

Schloss-Straßen-Center
Schloss-Straßen-Center (2012)
Muns CC BY 3.0

Das Schloss-Straßen-Center, Kurzform SSC ist ein Einkaufszentrum in Friedenau an der Ecke Bundesallee und Bornstraße am Walther-Schreiber-Platz. Das SSC befindet sich neben dem Forum Steglitz und ist das kleinste der vier Shoppingcenter im Bereich der Schloßstraße. Auf dem Gelände des Forum Steglitz wurde bereits seit 1908 ein Wochenmarkt, der damalige Bornmarkt abgehalten. Als 1968 die Planungen für das Forum Steglitz begannen, war eine der Vorgaben an den Bauherrn, diesen traditionellen Wochenmarkt in das Einkaufszentrum zu integrieren. Dies wurde umgesetzt mit einer Verkaufsfläche im hinteren Teil des Erdgeschosses, auf der kleine Parzellen für Verkaufsstände und fest eingebaute Kioske von Händlern gemietet werden konnten.

Askania Werke

Stammhaus der Askania
Stammhaus der Askania (2007)
Emmridet CC BY-SA 3.0

Die Askania Werke AG in der Kaiserallee, heute Bundesallee wurden zum bedeutendsten deutschen Unternehmen für Luftfahrt- und Navigationsinstrumente. Die Nachtfluginstrumente, Bord- und Pilotenuhren halfen Pionieren der Luftfahrt, beispielsweise Ehrenfried Günther Freiherr von Hünefeld bei seiner Atlantik-Erstüberquerung oder Elly Beinhorn bei ihren Langstreckenflugrekorden. Zu den hergestellten optischen Geräten zählten auch Kino-Filmprojektoren und Stereoskopie-Kameras.

Innsbrucker Platz

Innsbrucker Platz
Innsbrucker Platz (2006)
BishkekRocks CC BY-SA 3.0

Der Innsbrucker Platz befindet sich zwischen den alten Dörfern Schöneberg und Steglitz. Im Zuge der heutigen Hauptstraße verlief ein Weg zwischen Berlin und Potsdam, der 1792 unter Friedrich Wilhelm II. von Preußen zur ersten befestigten Chaussee in Preußen ausgebaut und später Bestandteil der Reichsstraße 1 wurde. Südlich des Platzes verläuft seit 1877 die Ringbahn. Der S-Bahnhof Innsbrucker Platz wurde allerdings erst 1933 angelegt. Unter der Innsbrucker Straße liegt seit 1910 der Bahnhof der Schöneberger U-Bahn.

Südwestkorso

Südwestkorso
Südwestkorso (2006), Axel Mauruszat

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts plante der Bauunternehmer Georg Haberland eine Verbindung vom S-Bahnhof Wilmersdorf in Richtung zur neu erschlossenen Domäne Dahlem, den Südwestkorso. Die Anlage des Viertels um den Südwestkorso wurde 1900 mit nur einer Stimme Mehrheit von der Friedenauer Gemeindevertretung beschlossen. Die Straße wurde 1906 bis 1908 von der Berlinischen Boden-Gesellschaft angelegt, in ihrem Verlauf war vorher die Schwarzwaldstraße ausgewiesen. In den Adressbüchern von Friedenau waren beide Straßennamen noch bis 1910 aufgeführt.

Liane-Berkowitz-Platz

Liane-Berkowitz-PlatzLiane-Berkowitz-Platz
Liane-Berkowitz-Platz (2008)
Emmridet CC BY-SA 3.0

Auf dem Liane Berkowitz Platz am Südwestkorso befindet sich das charakteristische Kioskhäuschen des Architekten Hans Altmann. Liane Berkowitz war eine deutsche Widerstandskämpferin. Ihre Familie floh 1923 aus der Sowjetunion nach Berlin. Die Mutter Ihre Familie sorgte dafür, dass Liane sich ab 1941 am Privatgymnasium Heilsche Abendschule auf das Abitur vorbereiten konnte. Dort schloss sie sich dem Freundeskreis um ihrer Mitschüler an. Unter Anleitung von John Rittmeister entwickelte sich der Freundeskreis zu einem Zirkel von Hitlergegnern, der später in der Widerstandsgruppe Rote Kapelle gegen das Nazi-Regime zusammenarbeitete.

Adam-Kuckhoff-Platz

Erikabrunnen
Erikabrunnen (2015)
Sebastian Rittau CC BY 4.0

Der Adam Kuckhoff Platz entstand mittels Verkehrsberuhigung im Kreuzungs-bereich der Wilhelmshöher Straße mit dem Südwestkorso und der Laubacher Straße. Den zentralen Punkt des Platzes stellt der Erikabrunnen von Heinz Spilker aus dem Jahr 1982 dar, der in Anlehnung zu dem 1911 entstandenen und im Zweiten Weltkrieg teilweise kriegsbeschädigten Kinderbrunnen neu geschaffen wurde. Adam Kuckhoff war ein deutscher Schriftsteller und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.

Kino Korso

Kleines Theater
Kleines Theater (2006), Axel Mauruszat

Aus dem ehemaligen Kino Korso am Südwestkorso/Ecke Taunusstraße hat sich seit 1973 das Kleine Theater als kultureller Anziehungspunkt der Kleinkunst etabliert. Hier wurde unter anderem über viele Jahre hinweg die musikalische Revue Das Küssen macht so gut wie kein Geräusch mit sehr großem Erfolg aufgeführt.

Friedhof Friedenau

 Friedhofs Friedenau
Friedhof Friedenau (2011)
Axel Mauruszat CC BY 3.0
Urnenhalle
Urnenhalle (2006), Axel Mauruszat

Im Jahr 1881 wurde der Friedhof Friedenau auf dem damaligen Hamburger Platz errichtet. Dieser war ursprünglich von Johann Anton Wilhelm von Carstenn bei der Erschließung Friedenaus als Schmuckplatz vorgesehen worden. So sollte der Friedhof auch nur ein Provisorium sein. Bei fortschreitender Bebauung sollte der Friedhof aufgelassen und als Schmuckplatz gestaltet werden. Diese Pläne wurden jedoch nicht umgesetzt. In den Jahren 1894 bis 1912 wurde der Friedhof bis zu seiner heutigen Größe erweitert und mit einer Mauer eingefasst. Das Hauptportal mit einem Mauerwerktor befindet sich an der Stubenrauchstraße unweit des Südwestkorsos.

Hierbei handelt es sich um eine gotisierende dreijochige Backsteinkapelle mit einem vorgezogenen Spitzbogenportal, dessen Baldachin mit Terrakottabesatz geschmückt ist. 1913 bis 1917 wurde die Kapelle instandgesetzt und umgebaut. Als weiteres markantes Gebäude tritt die 1916 errichtete zweigeschossige Urnenhalle in Erscheinung. Dieser langgestreckte Backsteinbau mit seinen Flachbogen-Arkaden schließt den Friedhof nach Westen ab. Im Zentrum der Urnenhalle befindet sich ein Rundturm mit Kuppel.

Radrennbahn Friedenau

Radrennbahn Friedenau
Radrennbahn Friedenau (1903)
Rad-Welt 1903

Die Radrennbahn Friedenau befand sich von 1897 bis 1904 im Sportpark Friedenau, damals bei Berlin, in unmittelbarer Nähe des damaligen Ringbahnhofs Wilmersdorf-Friede-nau. Die Radrennbahn wurde von dem im Jahr 1891 gegründeten Friedenauer Radfahrer-Verein gebaut. Später ging sie in den Besitz der Berliner Sportpalast GmbH über und wurde von Ferdinand Knorr geleitet, einem bekannten Berliner Radsportorganisator. Die Bahn war offen, 500 Meter lang, aus Zement gefertigt und besonders für Steherrennen geeignet. Der Radrennfahrer Bruno Büchner eröffnete eine Rennfahrerschule an der Radrennbahn. Das Gelände des Sportparks umfasste neben der Radbahn auch Schießstände und Tennisplätze, Turnplatz und Fechthalle, Restaurants und einen Park. Die Tribünen boten Platz für 20.000 Zuschauer. Der Sportpark gilt als erstes Berliner Stadion.

Perelsplatz

Perelsplatz
Perelsplatz (1908), unbekannt
Friedrich-Bergius-Oberschule
Friedrich-Bergius-Oberschule (2006)
Lienhard Schulz CC BY-SA 3.0

Der Platz ist eine langgestreckte rechteckige Parkanlage, die 1907 von Fritz Zahn entworfen und gebaut wurde. Der Perelsplatz hieß von 1873 bis 1884 Berliner Platz, danach bis 1961 Maybachplatz, benannt nach dem preußischen Handelsminister und Minister für öffentliche Arbeiten Albert von Maybach. Im Volksmund wurde die Grünanlage wegen ihres Baumbestandes lange als „Birkenwäldchen“ bezeichnet. Inzwischen ist eine große Artenvielfalt an Bäumen und Sträuchern auf diesem Platz entstanden. Benannt ist der Platz seit Oktober 1961 nach Friedrich Justus Perels, Justitiar der Bekennenden Kirche, Er war im Herbst 1944 im Zusammenhang mit dem Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944 verhaftet worden. In den 1920er Jahren war er Schüler des damaligen Friedenauer Gymnasiums.

Sintflutbrunnen
Sintflutbrunnen (2006)
Lienhard Schulz CC BY-SA 3.0

Am westlichen Bereich des Platzes, steht der neobarocke Bau des ehemaligen Friedenauer Gymnasiums, das nach Plänen der Architekten Paul Engelmann und Erich Blunck zwischen 1901 und 1903 errichtet wurde. Seit 1958 trägt die Lehranstalt den Namen Friedrich-Bergius-Oberschule.

Am östlichen Parkzugang steht seit 1932 der von Paul Aichele entworfene 4,20 Meter hohe Sintflutbrunnen, der vorher auf dem ehemaligen Hamburger Platz am Friedenauer Südwestkorso sein Domizil hatte. Am westlichen Parkzugang ist eine kleine Grünfläche abgeteilt, auf der ein Denkmal aus dem Jahr 1923 zu Ehren der im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten steht.

Cafe am Perelsplatz
Cafe am Perelsplatz (2008)
Angela Monika Arnold CC BY-SA 3.0

Am nördlichen Rand der Parkanlage befindet sich ein Fachwerkhäuschen, das 1909 als Bedürfnisanstalt errichtet und später zu einem Parkbistro umgestaltet wurde. Mit Sitzplätzen im Freien stellt es in den Sommermonaten eine kleine Oase für Spaziergänger und Anwohner dar.

Rheingau-Gymnasium

Rheingau-Oberschule
Rheingau-Oberschule (2008)
Emmridet CC BY-SA 2.0

Ein besonderes Wahrzeichen des Rheingau-Gymnasiums ist die alte und wertvolle Walcker-Orgel, die in der Schulaula steht, Der Name des Gymnasiums ist abgeleitet von der parallel zum Gebäude verlaufenden Rheingaustraße und dem in der Nähe liegenden Rheingauviertel. Es gibt darüber hinaus eine Partnerschule mit dem gleichen Namen im Rheingau. Die Schule feierte im September 2006 ihr 100. Jubiläum und ist nach der Friedrich-Bergius-Oberschule die zweitälteste noch bestehende Lehranstalt Friedenaus.

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Quellen

Dieser Text entstammt aus Aufzeichnungen aus dem Nachlass von Heinz Plaetrich, der in Südwest-Berlin aufwuchs und von 1934 bis 2016 lebte. Die Aufzeichnungen entstanden etwa zwischen 2005 und 2015 und wurden für die Veröffentlichung nur sachte redaktionell angepasst.

Dieser Artikel basiert in großen Teilen auf Auszügen thematischer Wikipedia-Artikel, die zusammengefasst und neu strukturiert wurden. Wörtliche Zitate sind nicht kenntlich gemacht.